Seisenegger Bier – das Original neu interpretiert & 1malig
Ursprung
Bereits 1449 gab es im Bereich der Herrschaft Seisenegg eine eigene Taverne mit anliegender Brauerei, die die örtliche Bevölkerung über 300 Jahre lang mit Bier versorgte.
Seiseneggs herrschaftliches Brauhaus war mit einer kupfernen Pfanne (Bräukessel) ausgestattet. Das in Eichenfässern gelagerte und nachgereifte Schloss-Bier wurde bei den insgesamt acht Herrschaftswirten und in der Schloss-Taverne ausgeschenkt. Bis 1687 war sogar ein bayerischer Braumeister hierorts zur Qualitätssteigerung des Bieres angestellt.
Anfang des 18. Jahrhunderts gab es viel mehr kommerzielle Brauereien, und das Brauen in Seisenegg wurde zu einem teuren Luxus, den sich die Herrschaft nicht leisten wollte. Außerdem hatte das Bier aufgrund fruchtbarer Obstjahre – es wurde vermehrt Most und Wein konsumiert – keinen Gewinn bringenden Absatz mehr gefunden. So wurde der Bräu eingestellt und das Brauhaus abgerissen und an seiner Stelle ein heute noch erhaltenes (Obst-) Presshaus errichtet.
Schlossherr Maximilian ist ebenfalls eng mit der österreichischen Biertradition verbunden, stammt er doch aus der altehrwürdigen Brauereidynastie Mautner von Markhof, die urkundlich fassbar seit 1690 über Generationen hinweg nicht nur für so manche Bier-Innovation verantwortlich zeichnete, sondern auch maßgeblich die Kunst des Brauens weiterentwickelte. So konnte nach der Erfindung neuer Kühlvorrichtungen und Lagerraumtypen (Normal-Bierlagerkeller System Mautner) 1841 erstmals untergäriges, den gesamten Sommer über haltbares „Abzugbier“ – auch gemeinhin Lagerbier genannt – hergestellt werden.
Zur Behebung sozialer Misstände im Braugewerbe erarbeitete die Familie Mautner Markhof eine neue Nomenklatur (Brauführer, Obermälzer, Biersieder, Braugeselle), die bis heute Gültigkeit hat und stellte Fürsorgeeinrichtungen zur Verfügung.
Während der Revolution von 1848 blieb die Familie dem Kaiser treu. Der Brauherr und seine Belegschaft sorgten für Ordnung, verhinderten Plünderungen und bewahrten Ruhe in der Wiener Vorstadt Landstraße. Daraufhin schätzte der junge Kaiser Franz Joseph I. die Familie besonders und besuchte persönlich um 1849/1850 die Brauerei St. Marx. Dabei übermittelte er dem Eigentümer „die Kaiserliche Anerkennung in den gnädigsten Worten“. Diese klassische Form kaiserlicher Auszeichnung („allerhöchstes Lob“ oder „Kaiserliches Lob“) würdigte herausragende Leistungenund galt als Vorstufe zum „k.k. Hoflieferanten“, was das Ansehen stärkte und in der Firmengeschichtefestgehalten wurde.
Lager Bier und Lebensmittelproduktion
Wien war 1873 Austragungsort einer gigantischen internationalen Leistungsschau. Diese Weltausstellung übertraf all ihre Vorgängerinnen bei weitem – sowohl an Fläche als auch an der Zahl der Exponate – und hat maßgeblich zum Aufstieg Wiens zur Weltstadt beigetragen. Mautner Markhof war mit einem eigenen, von Eduard Kuschée gestalteten Ausstellungspavillon präsent, in dem neben Spiritus, Presshefe und Malz neue Herstellungsmethoden von ober- und untergärigem Bier gezeigt wurden. Das Unternehmen wurde mit dem Ehrendiplom ausgezeichnet.
Das Bier weckte erneut das Interesse von Kaiser Franz Joseph, der es probierte und als das „einzig Wahre“ lobte. Seine Majestät bestand sogar darauf, es beim nächsten Déjeuner seinen internationalen Gästen zu servieren, um den Fortschritt Österreich-Ungarns zu feiern.
Die Familie Mautner von Markhof war eine der bedeutendsten Industriellen-Dynastien der Monarchie und dominierte vor allem in der Lebensmittelproduktion:
• Brauereien/Mälzereien (St. Marx, Floridsdorf, Göding, Smirschitz, ab 1936 Schwechat) – auch Konkurrenzbetriebe, wie etwa die Brauerei Ottakring, wurden mit Malz beliefert.
• Presshefe/Backhefe(St. Marx, Floridsdorf, Simmering)– ein bedeutender industrieller Prozess, der weltweite Bekanntheit brachte und in Wien beispielsweise die kontinuierliche Produktion der sogenannten „Kaisersemmel“ ermöglichte.
Bis zum Ende der Monarchie belieferte die Familie Mautner Markhof indirekt auch den kaiserlichen Hof oder Hofgesellschaften mit Bier und mit Hefe für die Hofbäckereien.
• Brucheis für Eiskästen als Nebenprodukt.
Pavillon Weltausstellung Wien 1873
Seisenegger Bier
Auch im 21. Jahrhundert wird der familiären Tradition Rechnung getragen, indem weiterhin Bier gebraut wird. Das »Seisenegger« ist ein erlesenes Bier für erlesene Momente. Jeder Schluck verspricht feinsten Biergenuss, jedes gefüllte Glas enthält wertvolle Zutaten und das Brau-Wissen aus mehreren Generationen. All das vereint sich zu einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis. Jedes »Seisenegger Lager«, das Sie jemals genossen haben, lässt sich auf unser „Ur-Rezept“ zurückführen. Es ist ein direkter Nachkomme unseres original Wiener Abzugbiers (»Wiener Lager«), das erstmals 1841 gebraut wurde. Unser Lagerbier ist frei von jeglichen Konservierungsmitteln und erfreut sich seit seiner Kreation im 19. Jahrhundert ganzjährig großer Beliebtheit.
Seisenegger Premium
Genießen Sie jetzt ein Stück prämierter Bier-Weltgeschichte – Prost!